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Bildungsteilhabe von Flüchtlingen

Im Focal Point widmen wir uns der Frage, wie Bildungsteilhabe von Menschen mit Fluchterfahrung derzeit realisiert wird und künftig realisiert werden kann. Dabei interessieren wir uns sowohl für konkrete Unterstützungsangebote, beispielsweise zum Spracherwerb, als auch für die politischen und gesellschaftlichen Rahmenbedingungen. Der Focal Point ist mit seinen Aktivitäten an der Schnittstelle von Forschung, Lehre und Praxis angesiedelt. Er steht zudem für eine enge Verbindung zwischen der Universität und der lokalen Flüchtlingsarbeit in Hildesheim und Niedersachsen.

Projekte: Forschung + Praxis

  • Publikation: Rette sich, wer kann? Flüchtlingspolitik im Föderalismus

    Hannes Schammann (2015). Rette sich, wer kann? Flüchtlingspolitik im Föderalismus. bpb (Hg.). Bonn.

    Hannes Schammann Rette sich, wer kann


  • Campus Migrans: Forschungsprojekt zur Öffnung deutscher Hochschulen für Asylsuchende

    Campus Migrans: Forschungsprojekt zur Öffnung deutscher Hochschulen für Asylsuchende

    An vielen deutschen Hochschulen laufen derzeit Aktivitäten zur Öffnung der Hochschule für studieninteressierte mit Fluchterfahrung. Je nach Hochschulstandort existiert ein Angebot aus Sprachkursen, Gasthörerschaft oder Schnupperstudium. Des Öfteren sind diese Angebote begleitet von einem Engagement psycho-sozialer und alltagsnaher Unterstützung für studierwillige mit Fluchterfahrung. In der Anfangsphase ihres Öffnungsprozesses stehen viele Bildungseinrichtungen vor ähnlichen Herausforderungen. Der Austausch von Erfahrungswerten, Erfolgsfaktoren und Good Practice Beispielen ist daher dringend notwendig.

    Hier setzt das praxisnahe Forschungsprojekt von Prof. Dr. Hannes Schammann und Christin Younso an. In qualitativen Fallstudien werden sie erste Erfahrungen an verschiedenen deutschen Hochschulstandorten sammeln und auswerten. Die Ergebnisse münden in eine Handreichung, in der die wichtigsten Erfolgsfaktoren und praktischen Empfehlungen für eine Öffnung der Hochschulen anschaulich und fundiert aufbereitet sind.

    Die Publikation wird ab Mai 2016 als kostenloser Download zur Verfügung stehen.

    Das Projekt versteht sich als Ergänzung zu den überwiegend juristisch orientierten Leitfäden, die u.a. von Hochschulrektorenkonferenz und Bundesamt für Migration und Flüchtlinge erstellt werden. Mit diesen Organisationen steht das Projekt in engem Austausch.

    Das Projekt wird gefördert von der Stiftung Mercator.

     

    Ansprechpartner_innen:

    Hannes Schammann

    Christin Younso

     

    Forschungsdesign:

    Nach eingehender Dokumentenanalyse und Expertengesprächen werden 6-8 Hochschulen ausgewählt. Dort werden zwischen Dezember 2015 und Februar 2016 Fokusgruppen- und Einzelinterviews mit verschiedenen hochschulinternen wie externen Akteuren geführt. Die Auswahl der Hochschulen ergibt sich aus einem Kriterienkatalog, das Hauptkriterium ist die Ausgestaltungsform des Programms zur Öffnung der Hochschule. Des Weiteren werden strukturelle Voraussetzungen (weiche Kriterien) berücksichtigt, beispielsweise Größe und fachliche Ausrichtung der Hochschule, Stadt/Land, Anzahl der Flüchtlinge in der Region oder Kooperationen mit externen Partnern.

  • Schnupperstudium für Flüchtlinge

    Seit dem Sommersemester können Asylsuchende mit akademischem Background den Uni-Alltag in einem Schnupperstudium kennen lernen. Auch ein Gasthörerstatus ist möglich. Die Initiative wird von zahlreichen Partnern in und außerhalb der Universität getragen: neben dem ZBI sind das Institut für deutsche Sprache und Literatur, das Institut für Sozialwissenschaften, die Zentrale Studienberatung, die Universitätsbibliothek, der Asyl e.V. sowie die Fachhochschule (HAWK) an dem Projekt beteiligt. Interessierte können sich an die Anker-Peers wenden – die studentische Studienberatung der Uni.

  • Umbrüche gestalten

    UMBRÜCHE GESTALTEN. Sprachenförderung und –bildung als integrale Bestandteile innovativer Lehrerbildung in Niedersachsen

    gefördert durch  das Mercator-Institut für Sprachförderung und Deutsch als Zweitsprache der Universität zu Köln

    Laufzeit: 01.03.2014-28.02.2017

  • KEA Mehrsprachigkeitsangebote

    Kea ist ein Konzept zur Sprachbildung und Sprachförderung für den Elementarbereich in Stadt und Landkreis Hildesheim und bietet vielfältige kostenfreie Fort-­ und Weiterbildungsangebote für pädagogische Fachkräfte, Leitungen und Eltern.

  • Spring School Deutsches Sprachdiplom für Seiteneinsteiger

    Spring School Deutsches Sprachdiplom für Seiteneinsteiger

    Stiftung Universität Hildesheim
    Zentrum für Bildungsintegration
    Institut für deutsche Sprache und Literatur

    In Kooperation mit dem Niedersächsischen Landesinstitut für Qualitätsentwicklung NLQ,

    Walter-Gropius-Schule Hildesheim

    Leitung: Prof. Montanari

    Im Sommersemester 2015 bereiten sich junge Menschen, die erst vor einem Jahr nach Deutschland eingereist sind, zusammen mit der Walter-Gropius-Schule Hildesheim und Studierenden unter der Leitung von Elke Montanari und Ralina Lutter auf das Deutsche Sprachdiplom vor. In einem Kompaktseminar wird es vor allem um das Thema „Präsentieren“, das gleichzeitig Prüfungsteil ist, gehen. In diesem Modellversuch wird eine für das Ausland konzipierte Prüfung in Deutschland durchgeführt, um den neuen Mitschülerinnen und Mitschülern ein Zertifikat über den erfolgreichen Spracherwerb zu ermöglichen.

  • PANGEA

    PANGEA

     

    Was ist Pangea?
    Pangea war vor ungefähr 300 Millionen Jahren ein Superkontinent, der sich aus allen uns bekannten Erdteilen und Kontinenten zusammensetzte.

    Pangea ist ein Netzwerk von Menschen, die eine Willkommenskultur für Flüchtlinge in Hildesheim gestalten.

    Willkommenskultur heißt für uns: ein Aufeinanderzugehen von Menschen aus verschiedenen Richtungen, mit anderen Hintergründen und zunächst unterschiedlichen Wegen und doch mit einem gleichen Ziel: Grenzen aufheben, gemeinsam voneinander lernen und miteinander (nicht nur nebeneinander) leben. Es heißt auch über bloße Toleranz hinausgehen, kommunizieren und interagieren; etwas über Geschehenes erfahren, sich über Geschehendes austauschen und das Noch-nicht-Geschehene positive beeinflussen. Wichtig ist uns die gegenseitige Bereicherung durch die Gestaltung von Begegnungen. Wir gehen auf Menschen zu, die von der Gesellschaft systematisch und planvoll ausgeschlossen werden: Menschen, die auf der Flucht vor Kriegen, Hungersnöten oder politischer Verfolgung Schutz suchen. Mit den Flüchtlingen gemeinsam und auf Augenhöhe öffentlich wirksam zu werden und die Öffentlichkeit zu sensibilisieren für die Lebensumstände von Flüchtlingen, sind Ziele unserer Arbeit. Wir wollen dazu motivieren neue Perspektiven einzunehmen und aktiv zu werden.

    Was machen wir?
    Wir sind direkt vor Ort und in alltäglichen Situationen präsent und bieten zudem im Flüchtlingsheim der Hildesheimer Nordstadt u.a.:

    Deutschkurse
    Hausaufgabenbetreuung
    Gemeinsame Theaterkurse
    Sport- und Spielangebote
    Begleitung zu Terminen
    Erste Orientierungshilfen

    Wir wollen den Flüchtlingen das Ankommen in Hildesheim erleichtern, ihnen helfen, die Strukturen zu verstehen und zu nutzen und sprachliche Grenzen zu durchbrechen. Unsere Aktionen sind interessen- und bedürfnisorientiert und entwickeln sich ständig weiter. Wir kooperieren mit lokalen Institutionen und Netzwerken. Unsere horizontale Organisation basiert auf freier Entfaltung aller eingebrachten Ideen.

     

    Alle, die sich in diesem Sinne mit Ideen und Aktionen einbringen wollen, sind bei uns willkommen.

    Kontakt: pan.gea@gmx.de
    http://pangea-hildesheim.xobor.de

Prof. Dr. Hannes Schammann,  Juniorprofessor für Migrationspolitik an der Stiftung Universität Hildesheim, berichtet, dass sich unsere Universität für Flüchtlinge öffnet, die studieren möchten.


Lehre

  • Ausstellungsprojekt: ZWISCHEN KUNST UND POLITIK
    Zwischen Kunst und Politik. Kulturprojekte mit Flüchtlingen: Ausstellungsprojekt mit performativen und musikalischen Beiträgen

    Kunst und Kultur gelten häufig als ideale Spielwiese der Integration – oder gar als Wunderwaffe der Flüchtlingspolitik. Aber ist das so? Studiernde des Instituts für Kulturpolitik und des Instituts für Sozialwissenschaften haben ein Semester lang einschlägige Projekte recherchiert und diese systematisch und kritisch analysiert. Die Ergebnisse ihrer Arbeit stellen sie in einer interaktiven Ausstellung vor und gestalten damit ein eigenes Projekt an der Schnittstelle von Kunst und Politik.

    Vorstellung der Seminarergebnisse als eintägiges Ausstellungsprojekt
    MITTWOCH, 27. JANUAR 2016
    BURGTHEATER, DOMÄNE MARlENBURG
    16.00 BIS 19.00 UHR

    Dozierende: Prof. Dr. Hannes Schammann, Nina Stoffers

  • Workshop des Berliner „Refugee Club Impulse“

    Am Donnerstag, 28.Januar 2016, um 18 Uhr (Raum G 207), wird auf dem Hauptcampus in Fortsetzung der Ausstellung ein Workshop des Berliner „Refugee Club Impulse“ stattfinden. Darin werden die Referenten Methoden der Theaterimprovisation und des Creative Writingvorstellen, die gezielt auf ein „Empowerment“ von geflüchteten Menschen abzielen. Eine Anmeldung für den Workshop kann bei der Ausstellung erfolgen oder per E-Mail direkt an Elisa Elwert elwerte@uni-hildesheim.de.

  • Vortrag zum Thema „Globalisierung und Flucht“

    Am 27. Januar 2016, um 20 Uhr, im Anschluss an die Ausstellung, findet auf der Domäne (im Raum Hs 50/202, Hohes Haus – großer Seminarraum) ein Vortrag zum Thema „Globalisierung und Flucht“ von Prof. Dr. Hannes Schammann statt. Der öffentliche und kostenfreie Vortrag ist Teil einer Qualifizierungsmaßnahme für ehrenamtlich Helfende in der Flüchtlingsarbeit, die vom Landkreis und der Stadt Hildesheim organisiert wird.

    Ansprechpartner_innen bei Rückfragen: Prof. Dr. Hannes Schammann (Telefon: 05121.883-10712, E-Mail: hannes.schammann@uni-hildesheim.de) und Nina Stoffers (Telefon: 05121.883-20112, E-Mail: stoffers@uni-hildesheim.de)

  • Exkursionsseminar "Bildungsarbeit mit Refugees in der Region" im SoSe 15

    Filiz Keküllüoğlu (Koordinatorin des ZBI) bietet im Sommersemester 2015 ein Seminar in der Exkursionswoche (26.-29. Mai 2015) an.

    Seminarsbeschreibung

    Mehrere internationale Übereinkommen, die von Deutschland ratifiziert wurden, gewähren ein Menschenrecht auf Bildung, etwa die UN-Kinderrechtskonvention. Doch Rechtsanspruch und -wirklichkeit klaffen in der Migrationsgesellschaft häufig auseinander; Benachteiligungen im Bildungs- und Erziehungswesen und Barrieren beim Zugang zu Einrichtungen und Institutionen sind insbesondere für Kinder und Jugendliche mit Fluchtgeschichte immer noch Alltag in Deutschland. Das Seminar thematisiert das Menschenrecht auf Bildung von Flüchtlingskindern, untersucht Handlungsmöglichkeiten sowie Defizite auf dem Weg zur Herstellung von Chancengleichheit und einer ‚Willkommenskultur‘ im Bildungs- und Erziehungswesen. Ein wichtiger Bestandteil des Seminars wird das Besuchen von diversen Flüchtlingseinrichtungen und –(selbst-)organisationen und das Erarbeiten von Konzepten zur (nachhaltigen) Bildungsarbeit mit den Refugees in der Region sein.

  • Lehrveranstaltung „Zweitschrifterwerb“ im SoSe 15

    Im Sommersemester 2015 bietet Prof. Dr. Elke Montanari das Seminar “Zweitschrifterwerb” an.

    Bei  dem Umgang mit SuS, die nach Deutschland im Schulalter einreisen (z.B. jugendliche Flüchtlinge), stellt sich die Frage, in welcher Weise eine weitere Schrift angeeignet werden kann. In dieser Lehrveranstaltung werden Möglichkeiten und Konzepte des Schrifterwerbs in der Schule nach dem Anfangsunterricht und unter Einbeziehung von Mehrschriftigkeit betrachtet.

  • Migrationspolitik der Europäischen Union im SoSe 2015

    Das Seminar von Prof. Dr. Hannes Schammann zeichnet die Grundlinien europäischer Migrationspolitik nach. Dabei wird das Gemeinsame Europäische Asylsystem mit den viel diskutierten “Dublin-Verordnungen” ebenso betrachtet wie Arbeitsmigration innerhalb und nach Europa sowie die Frage nach den Grenzen europäischer Solidarität.

  • PEGIDA auf der Spur (Politische Kultur) im SoSe 2015

    Das Seminar begibt sich auf die Spur der “Pegida”-Demonstrationen: Wie steht Pegida zum deutschen Migrationsdiskurs? Ist die Bewegung “rechtsextrem” oder “menschenfeindlich” oder “demokratiefeindlich”?  Wozu dient die Abwertung von Muslimen? Neben theoretischen Konzepten zur Beantwortung dieser Fragen lernen die Teilnehmenden auch erfolgreiche Ansätze zur Prävention von “gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit” in der Schule oder in der Nachbarschaft kennen. Zum Seminar gehört auch eine Exkursion ins muslimische Leben Niedersachsens. Dozent: Prof. Dr. Hannes Schammann

  • Ringvorlesung Mehrsprachigkeit

    Die öffentliche Vorlesungsreihe “Mehrsprachigkeit, Sprachkontakt & Bildungsbiographie” des Instituts für Interkulturelle Kommunikation hat die Vielfalt der individuellen, gesellschaftlichen und institutionellen Ausprägungen von Mehrsprachigkeit aufgezeigt und blickte auf Bildungsbiografien der Sprecherinnen und Sprecher.

    Die Ringvorlesung wurde von CeLeB und von ZBI mitunterstützt.

    Ringvorlesung_Mehrsprachigkeit Bildungsbiografie_Flyer WS 201415




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