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Deutsch-Israelisches Austauschprojekt

PROJEKTBESCHREIBUNG

Diversity in Israel und Deutschland – German Israeli Young Researchers‘ Exchange on Diversity

Das Austauschprojekt zwischen der Universität Haifa und der Stiftung Universität Hildesheim fokussierte auf das Zusammenleben in pluralen Gesellschaften und richtete sich an junge Wissenschaftler_innen, die empirisch zu Diversity forschen und derzeit Qualifikationsarbeiten (MA oder PhD) anfertigen. Durch das wechselseitige Kennenlernen und den Austausch über Forschungsprojekte und Forschungspraxis in ähnlichen Themengebieten wurden Unterschiede und Gemeinsamkeiten in den jeweiligen gesellschaftlichen und wissenschaftlichen Diskursen über Diversity erarbeitet und sichtbar gemacht. Israelische und deutsche Studierende untersuchten gemeinsam, wie verschiedene Dimensionen von Diversity (Ethnizität, Gender, Alter, Behinderung etc.) in Israel und Deutschland im öffentlichen und wissenschaftlichen Raum konzipiert und verhandelt werden. Betrachtet wurden darüber hinaus, ob und wie diese jeweils spezifischen Konstruktionen von Differenz in relevanten gesellschaftlichen Praxisfeldern (vornehmlich im Bildungsbereich) zum Tragen kommen und dabei grundlegend für In- bzw. Exklusionsprozesse werden.

Die Verwendung des Begriffs  “Diversity” ist in jüngster Zeit sowohl in wissenschaftlichen  als auch in öffentlichen Debatten über die Konstitution moderner Gesellschaften zu einem Schlüsselbegriff avanciert. Diversity wird durch eine Reihe von Kriterien wie Alter (Generation), Geschlecht (Gender, sexuelle Orientierung), race (nationale oder ethnische Herkunft), Geburtsort oder Herkunft (Migrationserfahrung), physisch/psychische Fähigkeit (Gesundheitszustand), Sprache (linguistisches Kapital), Klasse (sozio-ökonomischer Status), Raum (Stadt vs. Land, Zentrum vs. Peripherie) und Religion (kulturelles Erbe) definiert. Die soziale Relevanz dieser Kategorien variierte über Zeit und Raum sowohl in Israel als auch in Deutschland. Das Spannungsverhältnis zwischen Heterogenität und Homogenität bestimmt die sich verlagernden Grenzen, innerhalb derer pädagogische, politische und soziale Konzepte im Umgang mit  Vielfalt entwickelt und umgesetzt werden. In diesem Zusammenhang sollen insbesondere auch Prozesse der Exklusion und Inklusion näher betrachtet werden.  Neben der übergeordneten Frage, was ethnisch, religiös und sozial heterogene Gesellschaften zusammenhält, verfolgte das Projekt folgende Teilfragen:

Welche Narrative von Diversity lassen im heutigen Israel und in Deutschland ausmachen? Wie werden Dimensionen von  Vielfalt in beiden Länder vermittelt und verhandelt? Was sind die wissenschaftlichen und methodischen Herausforderungen im Schwerpunkt  Diversity-Forschung? Wie konzipieren die jungen Wissenschaftler_innen ihre empirischen Arbeiten in diesem Bereich? Wie positionieren sie sich selbst als Forscher_innen und Bürger_innen innerhalb dieses gesellschaftlichen Diskurses? Schließlich geht es auch um die grundsätzliche Frage, was ethnisch, religiös und sozial heterogene Gesellschaften zusammenhält?

Das Projekt brachte 16 junge israelische und deutsche Wissenschaftler_innen zusammen, die in ihren Promotions- oder Masterarbeiten unterschiedliche Aspekte von Diversity untersuchen, d.h. die Arbeiten sind  in dem breiten Feld der Diversity Studies angesiedelt, stammen aber aus unterschiedlichen Fachrichtungen (Pädagogik, Musikwissenschaft, Religionswissenschaft, Geographie, Soziologie etc.). Ferner lag ein Fokus auf Methoden der qualitativen Sozialforschung oder auf einer kombinierten Herangehensweise mit quantitativen und qualitativen Methoden.

Die Partner-Universitäten Stiftung Universität Hildesheim und die University of Haifa richteten zwischen 2013 und 2015 insgesamt vier interkulturelle Forschungswerkstätten aus.

Das Austauschprojekt wurde am 7. Mai 2015 mit einer internationalen Konferenz abgeschlossen.
1. Workshop: Dezember 2013 in Deutschland


3. Workshop: November 2014 in Deutschland
2. Workshop: Mai / Juni 2014 in Israel


4. Workshop: Mai 2015 in Israel

Gefördert durch das Deutsch-Israelische Zukunftsforum

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In Kooperatoin mit der University of Haifa

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