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Konferenz 2017: Bildungsteilhabe im Zeichen von Diversität: Diskurse, empirische Zugänge und Handlungsfelder

Programm

Rasante gesellschaftliche Pluralisierungsprozesse, etwa durch Globalisierung und Migration, rücken Diversity stärker denn je in den Fokus der Forschung. Dabei fokussiert der Diskurs um Diversität Fragen eines angemessenen politischen, rechtlichen, ökonomischen und pädagogischen Umgangs mit gesellschaftlicher Vielfalt. Diversity wird hier auch als Ergebnis sozialer Konstruktionsprozesse betrachtet, in denen Unterschiede durch Praktiken des „doing difference“ erst hervorgebracht und reproduziert werden. Bedeutsam ist zudem eine machtkritische Analyse, das heißt die Untersuchung der Bezugnahme auf die „Anderen“ im Kontext von Macht- und Dominanzverhältnissen. In den Blick genommen werden gesellschaftliche Normalitätsvorstellungen, Repräsentationspolitiken, Diskriminierungsmechanismen und Ungleichheitsstrukturen. Die Konferenz zielt darauf, Wege, Umwege und Irrwege zu mehr Bildungsteilhabe im Zeichen von Diversität auszuloten. Sie knüpft an aktuelle Diskurse über Bildungs(un)gleichheit in der Migrationsgesellschaft an und diskutiert anhand von neuerer Forschung unterschiedliche empirische Zugänge und Handlungsfelder.
Die Konferenz richtet sich an Akteur_innen aus Wissenschaft (insbesondere an Nachwuchswissenschaftler_innen), Bildungspolitik und pädagogischer Praxis sowie an eine interessierte Öffentlichkeit.

Wir freuen uns auf Sie!


Veranstaltungsort:

Stiftung Universität Hildesheim, Hauptcampus, FORUM-Neubau / Universitätsplatz 1, 31141 Hildesheim

Anfahrt zum Hauptcampus

  • Mit öffentlichen Verkehrsmitteln

    Vom Hauptbahnhof Hildesheim nehmen Sie die Stadtbuslinie 3 in Richtung “Marienburger Höhe/Itzum” und steigen an der Haltestelle “Universität” aus (Fahrzeit circa 15 Minuten).

    Von der Innenstadt (z.B. Haltestelle “Schuhstraße”) nehmen Sie die Stadtbuslinie 4 Richtung “Itzum” und steigen an der Haltestelle “Universität” aus (Fahrzeit circa 10 Minuten).

  • Mit dem PKW

    Aus Richtung Hannover oder Kassel über die A 7
    Die Autobahn bei der Ausfahrt “Hildesheim” (Nr.62) verlassen.
    Bis zum Kreisel der B1 Richtung Hildesheim-Zentrum folgen.
    Den Kreisel bei der dritten Abfahrt in Richtung Goslar (B6) verlassen und bei der nächsten Kreuzung nicht nach links der B 6 folgen, sondern weiter geradeaus fahren. Folgen Sie der Beschilderung “Marienburger Höhe” bzw. “Universität”.

    Aus Richtung Hannover über die B6
    Der B6 Richtung Goslar/Autobahn folgen. Den Kreisel bei der zweiten Abfahrt in Richtung Goslar (B6) verlassen und bei der nächsten Kreuzung nicht nach links der B6 folgen, sondern weiter geradeaus fahren. Folgen Sie der Beschilderung “Marienburger Höhe” bzw. “Universität”.

    Aus Richtung Hameln über die B 1
    Auf der B 1 die Innenstadt bis zum Kreisel durchqueren. Den Kreisel bei der ersten Abfahrt mit der B 6 in Richtung Goslar verlassen, bei der nächsten Kreuzung aber nicht nach links der B 6 folgen, sondern geradeaus fahren. Den Schildern “Marienburger Höhe” bzw. “Universität” folgen.

    Aus Richtung Braunschweig über die B 1
    Bis zum Kreisel der B 1 Richtung Hildesheim-Zentrum folgen. Den Kreisel bei der dritten Abfahrt mit der B 6 in Richtung Goslar verlassen, bei der nächsten Kreuzung aber nicht nach links der B 6 folgen, sondern geradeaus fahren. Den Schildern “Marienburger Höhe” bzw. “Universität” folgen.

    Aus Richtung Seesen/Osterode über die B 243
    Ca. 1 km nach der Ortschaft Egenstedt bei der ersten Kreuzung nach rechts Richtung Marienburg/Itzum abbiegen. Der Hauptstraße folgen, bei der “Scharfen Ecke”, kurz nach der Innerste-Brücke, nach links der Hauptstraße folgen. Nach dem Ortsschild “Hildesheim” auf den Wegweiser “Universität” (nach rechts) achten.

Konferenzsprachen:

Deutsch, z.T. Englisch


Organisation :

Zentrum für Bildungsintegration:

Diversity und Demokratie in Migrationsgesellschaften

Stiftung Universität Hildesheim



Teilnahmegebühren:

Für Verpflegung und Material erheben wir eine Teilnahmegebühr in Höhe von 20 Euro. Bei der Online-Anmeldung erhalten Sie die Informationen zur Überweisung.

Hinweis:

Wir weisen darauf hin, dass im Rahmen dieser Veranstaltung Foto-/Ton- und Filmaufnahmen für öffentliche und nicht-öffentliche Zwecke gemacht werden.

Kontakt:

Filiz Keküllüoğlu (Koordinatorin des ZBI) beantwortet Ihnen gerne Ihre Fragen rundum die Konferenz.
E-Mail: filiz.kekuellueoglu@uni-hildesheim.de
Tel.: +49 (0)5121-883-10120

Ablauf

FREITAG, 31. März 2017
 FORUM-Neubau (Hauptcampus)
9.30/ Anmeldung, Foyer im Erdgeschoss
10.30/ Begrüßung, Atrium (1. OG)

Prof. Dr. Wolfgang-Uwe Friedrich,  Präsident der Stiftung Universität Hildesheim
Prof. Dr. Viola B. Georgi, Direktorin des Zentrums für Bildungsintegration, Stiftung Universität Hildesheim
Nurten Karakaş, Koordinatorin des Promotionskollegs Bildungsintegration, ZBI, Stiftung Universität Hildesheim

11.00/ Keynotes, Atrium (1. OG)
Diversität und Bildung

Prof. Dr. Paul Mecheril, Universität Oldenburg

Diversity, Social Justice and Education

Prof. Dr. Audrey Osler, University of Leeds / University of College of Southeast Norway

Moderation:
Prof. Dr. Viola B. Georgi, ZBI, Stiftung Universität Hildesheim

12.30/ Mittagspause (N006) + Poster-Ausstellung des wissenschaftlichen Nachwuchses (Foyer im Erdgeschoss)

 

14.00/ DREI PARALLELE FORSCHUNGSFOREN

 

Forum I: Sport, Migration, Teilhabe, Raum N009
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    Sich zugehörig fühlen, Teil von etwas sein, Erfahrungen mit Unbekanntem sammeln – all dies sind Möglichkeiten, die das Sporttreiben unter bestimmten Voraussetzungen eröffnen kann.

    In dem Forschungsforum „Sport, Migration und Teilhabe“ wird sowohl methodisch als auch inhaltlich aus unterschiedlichen Perspektiven auf dieses Themenfeld geschaut. ‚Sport und nationale Zugehörigkeit’, ‚Sport und Fremdheitserfahrungen’ und ‚Sport und gesellschaftliche Teilhabe’ sind dabei die fokussierten Schwerpunkte.

    Özgür Özvatan hat in seiner Arbeit mediendiskursanalytisch die nationale Zugehörigkeit und die Diskussion über nationale Zugehörigkeit am Beispiel zweier türkischer Fußballnationalspieler betrachtet und analysiert. Aiko Möhwald hat eine Interventionsstudie zum Umgang mit Fremdheitserfahrungen von Schüler_innen im Sportunterricht durchgeführt und wird hierzu erste Ergebnisse vorstellen. Lena Tessmer beschäftigt sich mit der Lebenswelt von Jugendlichen im institutionalisierten Leistungssport. Hierzu hat sie in qualitativen Interviews Jugendliche mit Migrationshintergrund oder körperlicher Behinderung befragt. Sie präsentiert erste Erkenntnisse aus ihrer Qualifikationsarbeit.

Impulse
Games of Belonging: (Trans-)National Identity Debates through Football in Turkey and Germany
Özgür Özvatan, Humboldt-Universität zu Berlin

Umgangsweisen von Schüler_innen auf inszenierte Fremdheit im Sportunterricht – eine explorative videobasierte Studie
Aiko Möhwald, Technische Universität Dortmund

Zwischen Autonomie und Abhängigkeit – Aus der Lebenswelt körperlich behinderter Jugendlicher und Jugendlicher mit Migrationshintergrund im institutionalisierten Leistungssport
Lena Tessmer, Doktorandin, Promotionskolleg Bildungsintegration, Stiftung Universität Hildesheim

Moderation und Kommentar
Prof. Dr. Vera Volkmann, Stiftung Universität Hildesheim

 

Forum II: Transnationale und translinguale Bildungsräume, Raum N010
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    Die Lebenswelten von Schüler_innen und Studierenden sind zunehmend transnational ausgerichtet und durch translinguale, mehrsprachige Praxen über nationale Grenzen hinweg gekennzeichnet. Dies steht im Gegensatz zu den national und monolingual ausgerichteten Bildungssystemen.

    Das Forschungsforum befasst sich damit, welche Handlungsstrategien Schüler_innen und Studierende mit hoher Bildungsaspiration in diesem Geflecht entwickeln, um (institutionelle) Barrieren zu umgehen und/oder ihr migrationsbedingtes Kapital für einen Bildungsaufstieg einzusetzen. Filiz Keküllüoğlu nähert sich diesem Thema mit einer Analyse der Bildungswege junger Menschen, die das deutsche Schulsystem durchlaufen haben und im Herkunftsland ihrer (Groß-)Eltern – in der Türkei – studieren. Friederike Dobutowitsch betrachtet die mehrsprachigen Praxen von Studierenden und fragt danach, inwiefern diese Praxen an der Universität eingesetzt werden können.

Impulse
Translanguaging als Kapital? Orientierungen von Studierenden
Friederike Dobutowitsch, Doktorandin, Promotionskolleg Bildungsintegration, Stiftung Universität Hildesheim

Transnationale soziale Räume zwischen Deutschland und der Türkei: Bildungsbiographien im Fokus
Filiz Keküllüoğlu, Doktorandin, Promotionskolleg Bildungsintegration, Koordinatorin des ZBI, Stiftung Universität Hildesheim

Kommentar
Prof. Dr. Sara Fürstenau, Universität Hamburg

Moderation
Nurten Karakaş, Koordinatorin des Promotionskollegs Bildungsintegration, ZBI, Stiftung Universität Hildesheim

 

Forum III: Welt- und Selbstbilder im Kontext von Engagement und politischer Bildung, Raum N007
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    Die beiden im Forum behandelten Doktorarbeiten beleuchten aus verschiedenen Blickwinkeln Welt- und Selbstbilder und damit verbundene (politische) Positionierungen. Ausgehend von einer machtkritisch informierten Perspektive fokussiert Sabine Hoffmanns Arbeit auf Flucht, Biographie und Unterstützungsleistungen von zivilgesellschaftlich engagierten Menschen und interessiert sich dabei für die Verbindung von Diskurs und Subjekt, um so ein exemplarisches Bild subjektiver Deutungen von Engagement für Geflüchtete in Deutschland aufzuzeigen. Sara Poma Poma stellt die Vorstellungen von Studierenden über die USA und China an den Anfang ihrer Überlegungen zu politischen Bildungsangeboten. Von Interesse sind hier unter anderem die unterschiedlichen Perspektiven auf die politischen und wirtschaftlichen Systeme der beiden Staaten.

Impulse
Vorstellungen über politische Systeme. China und die USA als Lernanlässe.
Sara Poma Poma, Doktorandin, Promotionskolleg Bildungsintegration, Stiftung Universität Hildesheim

“Refugees Welcome?” – Einblick in erste Lesarten zum (selbst)erzählten Engagement für geflüchtete Menschen
Sabine Hoffmann, Doktorandin, Promotionskolleg Bildungsintegration, Stiftung Universität Hildesheim

Kommentar
Prof. Dr. Paul Mecheril, Universität Oldenburg

Moderation
Jolanta Voß, Doktorandin, Promotionskolleg Bildungsintegration, Stiftung Universität Hildesheim

 

16.00/ Kaffeepause (N006) + Poster-Ausstellung des wissenschaftlichen Nachwuches (Foyer im Erdgeschoss)

 

16.30/ DREI PARALLELE FORSCHUNGSFOREN

 

Forum IV: Inklusion – Menschenrecht trifft auf Praxis, Raum N010
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    Im Rahmen des Forums geht es um die Frage, wie sich das Menschenrecht auf Inklusion in der Praxis umsetzen lässt. Es sollen insbesondere drei Aspekte diskutiert werden: 1) Inwiefern lassen sich individuelle Bedürfnisse berücksichtigen, ohne stigmatisierende Etikettierungen vorzunehmen? 2) Inwiefern gibt es in der Praxis ein Verständnis von Inklusion als Prozess? 3) Es stellt sich auf der Meta-Ebene die Frage, inwiefern die Umsetzung von Inklusion empirisch überprüfbar ist.

Impulse
Berücksichtigung von Inklusion in den Bewertungskriterien von Schulinspektion
Anne Piezunka, Doktorandin, Promotionskolleg Bildungsintegration, Stiftung Universität Hildesheim

Inklusion in Theorie und Praxis. Eine vergleichende Untersuchung des inklusiven Praxiskonzeptes ‘Vorurteilsbewusste Bildung und Erziehung’ in Kitas
Seyran Bostancı, Doktorandin, Promotionskolleg Bildungsintegration, Stiftung Universität Hildesheim

Kommentare
Dr. Anna Moldenhauer, Stiftung Universität Hildesheim
Dr. Sandra Reitz, Deutsches Institut für Menschenrechte

Moderation
Sabine Hoffmann, Doktorandin, Promotionskolleg Bildungsintegration, Stiftung Universität Hildesheim

 

Forum V: Schule und ihre Akteur_innen im Spannungsfeld von Bildungsungleichheit und Diskriminierung, Raum N007
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    Schule ist kein macht- und dominanzfreier sozialer Raum. Ausgehend von diesem Befund ist das Ziel dieses Forums, die Herstellung von Dominanz sowie die Sicherung von Privilegien im System Schule genauer zu betrachten. Dies geschieht in Bezugnahme auf verschiedene Akteur_innenperspektiven: Toan Nguyen nähert sich dem Thema aus der Perspektive von Schüler_innen of Color, Katjuscha von Werthern beschäftigt sich mit den Grenzen wie auch den Möglichkeiten demokratischer Aushandlungsprozesse mit Eltern in Schule, Dilek İkiz wiederum betrachtet die Rolle bildungsprivilegierter Eltern bei der Herstellung und Sicherung machtvoller Positionierungen innerhalb des Schulsystems.

Impulse
Schulisch-institutionelle Rassismuserfahrungen im Kontext weißer Dominanzstrukturen an Schulen
Toan Quoc Nguyen, Dipl. Pädagoge, Doktorand, Bildungsreferent

Eltern und Schule im Aushandlungsprozess: Chancen und Grenzen demokratischer Schulentwicklung
Katjuscha von Werthern, Doktorandin, Promotionskolleg Bildungsintegration, Stiftung Universität Hildesheim

Strategien bildungsprivilegierter Eltern in Berlin-Kreuzberg beim Übergang ihres Kindes auf die weiterführende Schule
Dilek İkiz, Doktorandin, Promotionskolleg Bildungsintegration, Stiftung Universität Hildesheim

Moderation
Dorothea Schütze, I.D.E Institut für Demokratieentwicklung, Beraterin & Begleiterin von Veränderungsprozessen in Schule

 

Forum VI: Teaching Culture(s)? Room N009
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    “Teaching culture(s)” will explore how culture is taught in different contexts, including cultural education and ethnomusicology at the post-secondary level and orientation courses for immigrants. This forum will discuss how diversity with regards to culture is constructed and articulated through course content. It aims to critically look at the notion of teaching culture, specifically if and how such teaching constructs a normative bias. The question this forum asks is if teaching, moreover teaching culture, can be neutral. The overarching theme of the (non-) neutrality of teaching culture will include presentations from Samuel Mund and Nicholas Stone before commentaries from esteemed guests Professor Audrey Osler and Professor Raimund Vogels.

Impulses

Integration of Migrants: Texts and Tolerance in German Orientation Courses
Nicholas Stone, PhD Student, Graduate School Educational Inclusion, Universitity of Hildesheim

Ethnomusicogical sound archives, cultural diversity and measuring the world: knowledge-power-relations between logocentrism and perfomance
Samuel Mund, PhD Student, Graduate School Educational Inclusion, Universitity of Hildesheim

Comments:
Prof. Dr. Raimund Vogels, University of Hildesheim
Prof. Dr. Audrey Osler, University of Leeds / University College of Southeast Norway

18.30/ Eat & Meet & Music
20.00/ Konferenzende Atrium (1. OG)

Call for Posters

Im Rahmen einer Posterausstellung haben Teilnehmende die Möglichkeit ihre Forschungs- und Qualifizierungsarbeiten zu präsentieren. Wir freuen uns über Postereinreichungen zu den Themen der Forschungsforen an zbi@uni-hildesheim.de. Geben Sie bitte dabei an, welchem Forschungsforum Sie Ihr Poster zuordnen. Einsendeschluss für Ihre Posteridee ist der 15.03.2017.